BANDBREITE / ZWISCHENRÄUME, 2024
Pop-up Ausstellung im Rahmen der Reihe „curated by_station“ am Kunstbahnhof Wörthersee
POESIE DES ABFALLS
Der Blick richtet sich immer wieder auf Stellen, Orte, Räume oder Begebenheiten, die sich als solche in der alltäglichen Wahrnehmung für mich als relevant erweisen. Zwischenräume können sowohl physische, als auch durch Gedankenspiele geformte sein. Ich sehe Räume, oder erschaffe und bespiele sie aus meiner Fantasie heraus. Räume auszumachen, Räume aufzumachen erfolgt aus der Sehnsucht heraus, sich frei zu fühlen. Entgrenzte, aufgetane, neu definierte Räume als Gegenentwurf zu all den gesellschaftlichen Zuschreibungen, die uns persönlich oder gesellschaftlich stets eingeordnet sehen wollen. In solchen Zwischenräumen entsteht Platz für Neues. Dazwischen blicken in Alltagssituationen, Schönheit sehen, wo eigentlich keine zu erwarten ist – das ist, was die Poesie des Abfalls-Fotoreihe hier einfängt. Der eigene Blick als eine Art Filmstill, der den Moment des Hinsehens konserviert.
Buchempfehlung: Konrad Paul Liessman, DAS UNIVERSUM DER DINGE. Zur Ästhetik des Alltäglichen, Wien, 2010, Paul Zsolnay Verlag (Zitat: S. 39)
ROCKRAUM/ERZÄHLUNGEN
Die Dimensionen der Weiblichkeit und ihre Symbolik. Es gibt viel Raum in einem althergebrachten Reifrock. Und viel Symbolkraft. So ist es genau dieser Raum des Unterrockes, der hier als Gestaltungsraum definiert ist. Der überdimensionierte Rock beansprucht viel Raum für sich selbst, ließ früher hingegen den Frauen kaum Bewegungsspielraum. Hier und heute aber hat die junge Frau das Sagen – und bespielt den Innenraum des Rockes, wie es ihr selbst einfällt und beliebt.
Die Bilder, die dabei entstehen, sprengen bewusst die Erwartungen. Zum einen werden sie zur symbolischen Erzählung über die Raumaneignung einer modernen Frau, zum anderen stellen sie die Zwischen-, Neben- und Traumwelten dar, darin poetischer Rockraum als dreidimensionaler Rahmen für einen unübersehbar fruchtbaren Frauenkörper. RockraumErzählungen hinterfragen oder übermalen alte Mythen von Weiblichkeit mit neuer Bilderzählung.
Prototyp: Mothership/Holding me
Alles fing an mit einem Blick nach oben in der U-Bahn in Wien … Textfragment, MAG